Seit 2008 informiert „Ich weiß, was ich tu“ schwule und bisexuelle Männer über HIV und sexuell übertragbare Infektionen. Heute richtet sich die Kampagne an eine breitere Gruppe.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Präventionskampagne IWWIT der Deutschen Aidshilfe ist 18 Jahre alt geworden. Das meldet queer.de. Der Name steht für „Ich weiß, was ich tu“. Die Kampagne startete 2008 und richtete sich zunächst an schwule und bisexuelle Männer.
Neu war damals der Ansatz: Schwule, bisexuelle und HIV-positive Männer sprechen selbst, und zwar dort, wo Sexualität gelebt wird, auch im Netz. IWWIT bietet Informationen und persönliche Geschichten aus der Community zu HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen und Safer Sex. Die Inhalte sollen verständlich und unterhaltsam sein, ohne zu belehren. Auch Diskriminierung innerhalb der Community war ein Thema.
Inzwischen hat sich der Kreis erweitert. Angesprochen werden schwule, bi und trans Männer, andere Männer, die Sex mit Männern haben, sowie nichtbinäre Personen. Neben Infektionsschutz geht es um Dating, Beziehungen, Coming-out, Einvernehmlichkeit, psychisches Wohlbefinden und Drogenkonsum. Die Kampagne will Stigmatisierung abbauen und dazu ermutigen, offen über Sexualität zu sprechen, medizinische Angebote zu nutzen und Unterstützung zu suchen.
Auch beim Schutz hat sich einiges verschoben. Kondome sind nicht mehr die einzige Möglichkeit; die PrEP und der Schutz durch Therapie kommen hinzu. Kampagnenleiter Jonathan Gregory sagt, IWWIT wolle „mehr Sichtbarkeit, mehr Wissen, mehr Teilhabe und mehr Prävention“. Geplant ist mehr Präsenz online und offline, um mehr Identitäten und Generationen zu erreichen. Gregory verweist auf die wachsende Feindseligkeit gegenüber queeren Communitys als Grund, warum Prävention aus der Community heraus wichtig bleibt.
Zum Geburtstag posteten die Influencer Darkviktory, Kostas Kind, Nico Abrell und 321maxx sowie die Dragqueen Kelly Heelton Videogrüße.
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