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HIV-Medikamente und Tests werden knapp: Hilfsorganisation meldet Engpässe nach US-Kürzungen

Gesundheit

Mehr als die Hälfte der befragten Mitgliedsorganisationen von IPPF meldet, im vergangenen Jahr bei HIV-Material knapp geworden zu sein. Die Organisation stellt 600.000 Dollar Soforthilfe bereit.

HIV-Medikamente und Tests werden knapp: Hilfsorganisation meldet Engpässe nach US-Kürzungen

Bild: KI-generiert · Illustration

Gesundheitsdienste weltweit melden Engpässe bei HIV-Material, seit die US-Regierung unter Präsident Donald Trump die Auslandshilfe für HIV-Versorgung zurückfährt. Das berichtet The Advocate unter Verweis auf eine Umfrage der International Planned Parenthood Federation (IPPF), die sexuelle und reproduktive Gesundheit weltweit unterstützt.

Der IPPF-Bericht erschien im Oktober 2026. Befragt wurden die Mitgliedsverbände; von den 102 Verbänden antworteten 40. Mehr als die Hälfte dieser Antwortenden gab an, im vergangenen Jahr bei bestimmten HIV-Medikamenten oder Hilfsmitteln leer ausgegangen zu sein. Am häufigsten fehlten HIV-Tests. Auch beim Zugang zu Kondomen und zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) gab es oft Hürden. Ohne verlässlichen Zugang zu Grundausstattung, heißt es in dem Bericht, führe die Leistungsfähigkeit der Verbände „nicht zu einer ununterbrochenen Versorgung“ der Klientinnen und Klienten.

Die USA finanzierten HIV-Prävention und -Behandlung im Ausland bislang vor allem über PEPFAR, den Präsidenten-Notfallplan zur Aids-Hilfe. In Trumps zweiter Amtszeit wurde die internationale Hilfe zurückgefahren.

IPPF stellt 600.000 US-Dollar Soforthilfe bereit. Am dringendsten ist der Bedarf nach Angaben des Berichts in Barbados, im Libanon, auf Madagaskar sowie in São Tomé und Príncipe. Mittlere Priorität haben unter anderem Kamerun, die Elfenbeinküste, Eswatini, Haiti, Liberia, Marokko, Nordmazedonien, die Philippinen, Sambia und Sri Lanka. In einigen besonders betroffenen Ländern summieren sich die gemeldeten Lücken über die nächsten zwei Jahre auf einen Produktwert von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar, deutlich mehr als die bereitgestellte Summe.

IPPF nennt Investitionen in HIV-Material und stabile Lieferketten entscheidend, gerade weil die Lieferketten weiter unter Druck stünden und die Fallzahlen stiegen. Gezielte Unterstützung von Geldgebern sei unverzichtbar. Den Originalbericht konnten wir nicht einsehen; die Angaben stammen aus dem Advocate-Artikel.

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