Während Familien versuchen, das Children's Hospital Colorado wegen Missachtung einer Gerichtsanordnung zu belangen, wird eine zweite Bundesermittlung wegen angeblich auffälliger Abrechnungen bekannt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Das Children's Hospital Colorado steht zum zweiten Mal im Visier einer Bundesermittlung der Trump-Regierung wegen seiner Versorgung trans Jugendlicher. Das wurde bei einer Anhörung am 11. September öffentlich, in der es eigentlich um etwas anderes ging: Betroffene Familien wollten die Klinik wegen Missachtung einer gerichtlichen Anordnung belangen lassen.
Die Klinik hatte im vergangenen Dezember die geschlechtsangleichende Versorgung für Minderjährige komplett ausgesetzt, nachdem die Bundesregierung mit dem Entzug von Fördermitteln gedroht hatte. Im Mai verpflichtete der Oberste Gerichtshof Colorados das Haus, die Behandlungen wieder anzubieten. Nach eigenen Angaben ist die Klinik dazu zwar grundsätzlich bereit – nur will sich bislang kein einziger Arzt und keine einzige Ärztin dazu finden. Die Familien fordern nun eine Missachtungsfeststellung; bei vorsätzlichem Verstoß drohen der Klinik Strafzahlungen von bis zu 50.000 Dollar pro Tag.
Die neue Ermittlung stützt sich nach offiziellen Angaben auf angeblich auffällige Abrechnungsmuster und ist Teil einer landesweiten Prüfung von Kliniken, die trans Jugendliche behandeln. Klinikanwalt Elliot Peters sprach von einem „Reign of Terror“ der Bundesregierung gegen Anbieter von Trans-Versorgung. Familienanwalt John McHugh sagte, die Leidtragenden seien allein die Kinder einer Minderheit, die im ganzen Land unter Druck gerate. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt, ein Urteil im Streit um die Missachtungsklage steht noch aus.
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