Das Europäische Parlament hat für ein EU-weites Verbot von Konversionstherapien gestimmt.
In einem bedeutenden Schritt für die Rechte der LGBTIQ+-Community hat das Europäische Parlament für ein EU-weites Verbot von sogenannten Konversionstherapien gestimmt. Diese Praxis, die darauf abzielt, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu ändern, wird von Menschenrechtsorganisationen weltweit verurteilt. Der Beschluss des Parlaments wird nun an die Europäische Kommission weitergeleitet, die die Aufgabe hat, die entsprechenden Gesetze auszuarbeiten. Aktivist*innen begrüßen diesen Schritt als wichtigen Fortschritt im Kampf gegen Diskriminierung und für die Anerkennung der Rechte queerer Menschen in Europa.
Verwandte Artikel
Ecuador verurteilt sechs Täter für erzwungene Konversionstherapie an trans Frau
Ein Gericht in Ecuador hat sechs Menschen wegen eines Hassverbrechens an der trans Frau Karlina Quiroz verurteilt, die 2019 und 2021 zwangsweise in ein „Rehabilitationszentrum" eingewiesen wurde. Es ist ein Präzedenzfall gegen Konversionstherapie – auch wenn solche Einrichtungen im Land laut Aktivist:innen weiter im Verborgenen arbeiten.
Michigan setzt Verbot von Konversionstherapie nach US-Grundsatzurteil aus
Nach einem Grundsatzurteil des Supreme Court will Michigan sein Verbot von Konversionstherapie nicht mehr durchsetzen – als erster von 22 US-Bundesstaaten mit einem solchen Gesetz.
Flucht aus Nigeria: Ein 17-Jähriger kämpft um sein Leben als schwuler Mann
In Nigeria drohen homosexuellen Männern bis zu 14 Jahre Haft, in zwölf Bundesstaaten sogar die Todesstrafe. Der 17-jährige Lamine plant deshalb seine Flucht, sobald er volljährig ist.