In der Nacht zu Samstag griffen Unbekannte im Berliner James-Simon-Park innerhalb weniger Minuten zwei Männer offenbar wegen ihrer sexuellen Identität an. Die Polizei ermittelt, einer der Männer musste im Krankenhaus behandelt werden.
In der Nacht zu Samstag wurden im Berliner James-Simon-Park am Spreeufer zwei Männer offenbar wegen ihrer sexuellen Identität angegriffen. Kurz nach Mitternacht umringte eine Gruppe Unbekannter einen 39-Jährigen und schlug ihm laut Polizei mehrfach gezielt ins Gesicht. Der Mann erlitt Verletzungen im Gesicht, lehnte eine rettungsmedizinische Behandlung vor Ort aber ab.
Wenige Minuten später traf es einen 19-Jährigen. Er flüchtete vor einer Gruppe in Richtung Spree, wurde eingeholt, zu Boden gestoßen und den Angaben zufolge geschlagen, getreten und mit Pfefferspray besprüht. Erst als ein Zeuge eingriff, ließen die mutmaßlichen Täter von ihm ab. Der junge Mann kam zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus.
Ob dieselben Täter für beide Attacken verantwortlich sind, ist bislang offen. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen und einem möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen. Bereits am Freitag war am Bugasee ein 51-jähriger Mann von drei Unbekannten attackiert und bewusstlos getreten worden, auch dort geht die Polizei von einem homophoben Motiv aus.
Der James-Simon-Park liegt zentral zwischen Museumsinsel und Spree und gilt als beliebter Treffpunkt, auch für queere Berliner und Berlinerinnen. Die Häufung solcher Vorfälle in nur wenigen Tagen sorgt in der Community für Verunsicherung. Übergriffe wie diese reihen sich in eine Serie homophober und transfeindlicher Angriffe im öffentlichen Raum ein, wie sie Opferberatungsstellen seit Monaten dokumentieren. Betroffene können sich unter anderem an die Berliner Opferberatung Maneo wenden.
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