Country-Ikone und langjährige Verbündete der queeren Community: Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren in Nashville gestorben. Sie setzte sich jahrzehntelang für Ehe für alle und trans Rechte ein und gilt als eine der einflussreichsten Fürsprecherinnen der Musikbranche.
Bild: KI-generiert · Illustration
Dolly Parton ist tot. Die US-amerikanische Country-Sängerin und Schauspielerin starb im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus in Nashville, wie ihre Familie über die sozialen Netzwerke mitteilte. Parton gehört zu den meistverkauften Musikerinnen der Geschichte und wurde 2022 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Für die queere Community war Parton über Jahrzehnte eine verlässliche Verbündete. Sie unterstützte die gleichgeschlechtliche Ehe bereits Jahre vor deren bundesweiter Legalisierung in den USA 2009, sprach sich wiederholt gegen sogenannte „Bathroom Bills“ aus, die trans Menschen den Zugang zu öffentlichen Toiletten erschweren sollten, und bezog 2023 erneut Stellung für trans Rechte. Die Human-Rights-Campaign-Präsidentin Kelley Robinson würdigte sie: Parton habe der Welt gezeigt, „wie man mit Liebe vorangeht“, und habe zur queeren Community gestanden, „lange bevor andere in der Unterhaltungsbranche das taten“.
Über die Musik hinaus prägte Parton mit ihrer Imagination Library ein Bildungsprojekt, das nach eigenen Angaben mehr als 150 Millionen Bücher kostenlos an Kinder verteilt hat. US-Präsident Donald Trump ordnete nach ihrem Tod an, die Flaggen an öffentlichen Gebäuden eine Woche lang auf halbmast zu setzen – eine Geste, die angesichts seiner Politik gegenüber trans Menschen und Migrant*innen bei einigen Beobachter*innen auf Kritik stieß, da sie im Widerspruch zu Partons eigenen Werten stehe.
Aus der queeren Szene kamen zahlreiche Nachrufe, unter anderem von der Musikerin Brandi Carlile, die eine gemeinsame Begegnung mit Parton als tief bewegend beschrieb. Wie viele Beobachter*innen betonen, verband Parton Zeit ihres Lebens eine klare Haltung mit dem Bemühen, niemanden auszugrenzen – ein Balanceakt, den sie selbst als „Liebe und Barmherzigkeit statt Parteipolitik“ bezeichnete.
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