Das Stonewall National Museum in Fort Lauderdale geht bei der Kulturförderung leer aus. Ein Landesgesetz, das ab Januar Diversitätsprogramme von Kommunen verbietet, wirft einen Schatten auf die Entscheidung.
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Der Bezirk Broward County in Florida hat den Antrag des Stonewall National Museum, Archives & Library auf einen Betriebskostenzuschuss für das Haushaltsjahr 2027 abgelehnt. Das berichtet The Advocate. Die Höhe der beantragten Summe nennt der Bericht nicht. Seit Januar 2014 hat das Museum aus dem Bezirk insgesamt 1.031.466 Dollar erhalten.
Museumschef Robert Kesten erfuhr nach eigenen Angaben von der Absage etwa zwei Stunden, nachdem er sich per Newsletter an die Verantwortlichen gewandt hatte. Eine klare Begründung gibt es nicht. Der Bezirk teilte dem Museum mit, die Entscheidung spiegele nicht die Qualität oder Wirkung seiner Arbeit wider, und verwies auf nicht näher genannte Programmanforderungen, Finanzierungsfragen sowie Verwaltungs- und Richtlinienvorgaben. Der Sender WLRN berichtete am 12. Oktober über die Entscheidung. Bürgermeister Mark Bogen reagierte auf eine Anfrage des Advocate zunächst nicht.
Im Hintergrund steht ein Gesetz, das Gouverneur Ron DeSantis im April unterzeichnet hat. Ab dem 1. Januar verbietet es Countys und Gemeinden, Maßnahmen für Diversität, Gleichstellung und Inklusion zu finanzieren oder zu bewerben. Laut WLRN planten die Kommissare für Kulturzuschüsse insgesamt etwa dieselbe Summe wie im Vorjahr ein. Auch das Island SPACE Caribbean Museum in Plantation bekam eine Absage.
Kesten fordert die Behörden auf, das Geld wieder zu bewilligen und den Staat „vor Gericht herauszufordern“. Die Community werde sich wehren, sagt er: „Es gibt keinen Raum für eine Niederlage in diesem Kampf.“ Ein Sprecher des Museums nannte die Entwicklung insgesamt „beängstigend“.
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