Die Courtauld Gallery zeigt bis Januar 2027 die erste Einzelausstellung des pakistanisch-amerikanischen Malers in Europa.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die Londoner Courtauld Gallery widmet dem Maler Salman Toor die erste institutionelle Einzelausstellung in Europa. „Someone Like You“ läuft bis Januar 2027 und zeigt 35 Gemälde und Zeichnungen. Toor wurde 1983 in Pakistan geboren und lebt heute in New York. Auf der Biennale von Venedig 2024 war er bereits vertreten, damals noch als queerer Newcomer.
Ein Hauptwerk der Schau ist „The Bar on East 13th“ von 2019. Es greift Édouard Manets „A Bar at the Folies-Bergère“ von 1882 auf – ein Gemälde, das in der Courtauld Gallery hängt. Weitere Arbeiten sind „Bar Boy“ (2019), ein junger Mann, der in einer Menge allein wirkt, „Pillow Fight“ (2022) mit Anklängen an Caravaggio und „The Women“ (2021), ein persönliches Bild über Toors Kindheit in Pakistan.
Toor eignet sich die europäische Maltradition an, statt sie zu demontieren, und verbindet sie mit südasiatischer Kunst. Queerness ist sein zentrales Thema: Er malt vor allem feminine schwule Männer aus Südasien. Dazu kommen Zugehörigkeit, Migration und die Gefährdung queerer Männer; in Pakistan sind homosexuelle Handlungen strafbar.
Toors Karriere verlief rasant. 2020 hatte er eine Einzelschau im Whitney Museum, seine Werke hängen in Sammlungen wie dem Whitney und dem Guggenheim, und das Time Magazine nahm ihn in seine Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt auf.
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