Das tschechische Fernsehen Česká televize tritt 2027 in Burgas nicht an und verweist auf Budgetanpassungen. Die EBU spricht von wachsendem Finanzdruck auf öffentlich-rechtliche Sender.
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Tschechien nimmt am Eurovision Song Contest 2027 nicht teil. Das gab der öffentlich-rechtliche Sender Česká televize (ČT) am Dienstag bekannt. Als Grund nennt er laufende Anpassungen seines Budgets. Der ESC sei ein großes Projekt mit hohen programmlichen, organisatorischen und produktionstechnischen Anforderungen.
Die Absage gilt zunächst nur für 2027. Ob und wann das Land zurückkehrt, ließ ČT offen. Den Wettbewerb will der Sender auch nicht übertragen.
Die Europäische Rundfunkunion (EBU) bestätigte den Rückzug und verwies auf wachsenden finanziellen Druck auf öffentlich-rechtliche Medien. ESC-Direktor Martin Green sagte, viele Mitgliedssender arbeiteten bei steigenden Kosten mit eingeschränkten Budgets. Er hoffe, Tschechien später wieder begrüßen zu können.
Der Wettbewerb findet am 11., 13. und 15. Mai 2027 in Burgas in Bulgarien statt. Bulgarien hatte im Mai 2026 in Wien erstmals gewonnen. Nach aktuellem Stand sind 31 Länder bestätigt, darunter Nordmazedonien als Rückkehrer und Kanada als Neuling.
Tschechien ist nicht das einzige Land mit Absage oder Zweifeln. Irland boykottiert den Wettbewerb zum zweiten Mal in Folge, der Sender RTÉ begründet das mit der humanitären Lage im Gazastreifen. Die Niederlande kehren nach einem Jahr Pause zurück; die NPO übernimmt die Teilnahme. In Spanien hat die RTVE-Präsidentin dem Verwaltungsrat empfohlen, 2027 nicht anzutreten, endgültig ist das noch nicht. Island hat sich im Verwaltungsrat gegen eine Teilnahme ausgesprochen. In Slowenien stehen finanzielle Bedenken im Vordergrund; eine Zusage gibt es nicht.
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