Das Gremium des South Carolina Arts Commission strich dem Greenville Gay Men's Chorus mit 5:3 Stimmen die zugesagte Förderung. Eine Spendenkampagne brachte über 42.000 Dollar ein.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der Greenville Gay Men's Chorus in South Carolina hat eine Förderung des Bundesstaates verloren und das Geld in kurzer Zeit von Spenderinnen und Spendern ersetzt bekommen. Im August stellte das Gremium der South Carolina Arts Commission die Zuschüsse für den Chor und für die Proud Mary Theatre Company zurück. Beide Gruppen sind queer ausgerichtet, und sie waren die einzigen zwei unter 180 geförderten Organisationen, die so behandelt wurden. Beide sollten sich erneut bewerben und „künstlerischen Wert“ nachweisen.
Im Oktober stimmte das Gremium mit 5 zu 3 dagegen, dem Chor die zugesagten Mittel zu geben. Laut Advocate drehte sich das neue Verfahren um Fragen wie die, ob die Gruppen mit Schulen von der Vorschule bis zur zwölften Klasse zusammenarbeiten, nicht um ihre künstlerische Arbeit. Ein unabhängiges Fachgremium hatte den Antrag zuvor bewilligt.
Der Chor startete daraufhin eine Spendenkampagne mit einem Ziel von 40.000 Dollar. Inzwischen sind mehr als 42.000 Dollar zusammengekommen. Geschäftsführerin Mary Adam sagte, die Resonanz zeige die Unterstützung in der Gemeinschaft. Das Geld soll Auftritte für die nächsten Jahre sichern; wie es mit staatlicher Förderung weitergeht, ist offen. Der Chor will sich im nächsten Zyklus erneut bewerben. Adam machte eine „kleine Handvoll“ Gremiumsmitglieder für die Ablehnung verantwortlich.
Die Entscheidung hat Folgen über den Chor hinaus. Die Vorsitzende der Arts Commission, Flavia Harton, trat nach der Abstimmung vom 1. Oktober zurück; sie war seit Mai 2025 im Amt. Außerdem verweigerte das Gremium der Künstlerin Shakira Olivera-Bautista ein Stipendium über 1.800 Dollar für Nachwuchskünstler, das ein Fachgremium bewilligt hatte. Ihre Bewerbung enthielt Gemälde über Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. In der Sitzung am 15. Oktober fielen laut dem Substack Carolina Culture abfällige Bemerkungen, mindestens ein Mitglied nannte ihre Arbeit „keine Kunst“.
Adam warnte, der Umgang des Gremiums mit Künstlerinnen und Künstlern werde die Investitionen in die Kunst im Bundesstaat verringern.
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