Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Ein schwuler Geflüchteter aus Uganda soll nach dem Willen der bayerischen Behörden in sein Heimatland zurückgeschickt werden – ein Land, in dem seit 2023 auf „schwere Homosexualität“ die Todesstrafe steht. Der Mann, in Berichten nur als Mark Z. genannt, sitzt derzeit in Abschiebehaft am Flughafen München. Die Abschiebung ist für kommenden Mittwoch angesetzt.
Mark Z. hatte sich in Deutschland ein Leben aufgebaut und zuletzt in der Logistikbranche gearbeitet. Er leidet an einer chronischen Depression und einer posttraumatischen Belastungsstörung – Folgen von Folter und lebensbedrohlicher Gewalt, die er in Uganda wegen seiner sexuellen Orientierung erlebt hat. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zweifelt offenbar daran, dass er tatsächlich schwul ist, und hörte ihn dazu an, ohne seine Rechtsvertretung zu informieren.
Die queere Beratungsstelle Sub e.V. spricht von einem „humanitären und rechtlichen Skandal“. Weil deutsches und internationales Recht Abschiebungen in Folter- oder Todesgefahr wegen der sexuellen Orientierung verbietet, hält Sub-Beraterin Anita B. den Fall für einen klaren Verstoß gegen verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Schutzpflichten. Öffentlich zu Wort gemeldet hat sich auch Mark Z.s früherer Partner John: Er bestätigte dessen Homosexualität und kritisierte das aus seiner Sicht entwürdigende Verfahren, mit dem deutsche Behörden von Betroffenen einen Beweis ihrer sexuellen Orientierung verlangen.
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