Chris Pappas hat die demokratische Vorwahl für den US-Senatssitz von New Hampshire gewonnen. Setzt er sich im November durch, wäre er der erste offen schwule Mann im US-Senat und erst der dritte offen queere Senator der Geschichte.
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Der Kongressabgeordnete Chris Pappas hat die demokratische Vorwahl für den US-Senatssitz von New Hampshire deutlich für sich entschieden. Nach Angaben von Advocate und Washington Blade setzte er sich mit rund 60 Prozent der Stimmen gegen die progressive Medizinwissenschaftlerin Karishma Manzur durch.
Pappas war 2018 der erste offen queere Kongressabgeordnete aus New Hampshire. Er tritt die Nachfolge der scheidenden Senatorin Jeanne Shaheen an und trifft in der Hauptwahl auf den republikanischen Ex-Senator John E. Sununu. Gewinnt er, wäre er der erste offen schwule Mann im US-Senat und erst der dritte offen queere Senator der amerikanischen Geschichte.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign lobte seinen Sieg und verwies auf sein Engagement für Gleichstellung und für queere Veteran*innen. Pappas musste sich zugleich Kritik gefallen lassen: 2024 hatte er einem Verteidigungshaushalt zugestimmt, der die Übernahme geschlechtsangleichender Behandlungen für trans Minderjährige durch die Militärkrankenversicherung ausschloss. Er begründete die Zustimmung mit anderen darin enthaltenen Investitionen für die Bezahlung von Soldat*innen.
Die Vorwahl in New Hampshire gilt als Stimmungstest für den Umgang demokratischer Kandidat*innen mit queeren Themen im Wahlkampf. Landesweit ringt die Partei um eine Strategie zwischen offener Unterstützung von Trans-Rechten und dem Versuch, moderate Wählerschichten nicht zu verschrecken. Beobachter*innen werten Pappas' klaren Vorwahlsieg als Signal, dass eine Kandidatur mit offen queerer Identität in einem umkämpften Bundesstaat keine automatische Schwäche darstellt.
Die Hauptwahl im November gilt als eng. Sununu, Spross einer einflussreichen republikanischen Familie in New Hampshire, hat sich bislang zurückhaltend zu queeren Themen geäußert. Pappas stellte in seiner Siegesrede wirtschaftliche Fragen und den Zugang zu Gesundheitsversorgung in den Vordergrund, ohne seine eigene Geschichte als erster offen queerer Abgeordneter des Bundesstaats zu verschweigen.
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