Elon Musks America PAC will rund 100 Millionen Dollar in die US-Zwischenwahlen stecken – die bisherigen Kampagnen richten sich fast ausschließlich gegen trans Menschen und demokratische Kandidat*innen in vier Bundesstaaten.
Bild: KI-generiert · Illustration
Elon Musks politisches Netzwerk America PAC will rund 100 Millionen Dollar in die US-Zwischenwahlen stecken, um den Republikanern die Mehrheit zu sichern. Der bislang bekannt gewordene Teil des Geldes fließt fast ausschließlich in eine einzige Botschaft: Angriffe auf trans Menschen.
In Texas, Ohio, Iowa und Alaska laufen bereits Anzeigen gegen demokratische Kandidaten und Amtsträger. Über den texanischen Abgeordneten James Talarico heißt es darin, er glaube „an sechs Geschlechter“ und habe dafür gestimmt, „dass Männer in Frauensport antreten“ und Steuergeld für „Geschlechtsumwandlungen bei Kindern“ ausgegeben werde. Eine Anzeige gegen den ehemaligen Senator Sherrod Brown aus Ohio wirft ihm vor, er habe „die Trans-Agenda über die Werte Ohios gestellt“. Auch der demokratische Abgeordnete Josh Turek aus Iowa und die frühere Kongressabgeordnete Mary Peltola aus Alaska sind Ziel entsprechender Kampagnen.
Der Journalist David Weigel vom Portal Semafor beobachtet ein klares Muster: Praktisch jede bisherige Ausgabe von Musks PAC konzentriere sich auf Gender- und Trans-Themen – ein Feld, das Musk erkennbar persönlich wichtig sei.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign kritisiert die Strategie als Rechnung, die nicht aufgeht. Sie verweist auf Umfragen von 2024, wonach nur vier Prozent der Wählerinnen und Wähler den Widerstand gegen trans Gesundheitsversorgung als Grund für ihre Wahlentscheidung nannten – obwohl sich 64 Prozent an entsprechende Anti-Trans-Werbung erinnerten. Die Botschaft komme also an, verändere aber kaum Wahlverhalten.
Wie viel Geld tatsächlich in den einzelnen Bundesstaaten investiert wird und ob weitere Kandidaten ins Visier geraten, ist bislang offen. America PAC hatte bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2024 mit hohen Wahlkampfausgaben für Aufsehen gesorgt.
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