Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat einen Vergleich mit dem Texas Children's Hospital in Houston erzielt. Die Klinik muss zehn Millionen US-Dollar an den Bundesstaat zahlen – der Vorwurf: Sie habe geschlechtsangleichende Behandlungen über falsche Diagnosecodes mit Texas Medicaid abgerechnet.
Zusätzlich muss die Klinik fünf Ärzt*innen, die entsprechende Versorgung anboten, entlassen und ihnen die Zulassung entziehen – die Namen sind bislang nicht bekannt. Bis zum 31. Oktober 2026 soll zudem eine „Detransitions-Klinik" eröffnet werden, die sich an Menschen richtet, die frühere geschlechtsangleichende Behandlungen rückgängig machen wollen. Die Klinik muss die Angebote fünf Jahre lang kostenlos bereitstellen und finanzieren.
Die Ermittlungen von Paxtons Behörde begannen 2023 – im selben Jahr unterzeichnete Gouverneur Greg Abbott das Gesetz SB 14, das Pubertätsblocker und Hormontherapien für trans Minderjährige verbietet. Der Vergleich wurde bereits im Mai 2026 erzielt, aber erst am 5. August offiziell verkündet.
Das Krankenhaus bezeichnete die Einigung als „schwierige Entscheidung" nach einem dreijährigen Rechtsstreit, der „von Falschbehauptungen und Ablenkungen geprägt" gewesen sei. Man habe stets alle Gesetze eingehalten, entschied sich aber gegen einen weiteren, „endlosen und teuren" Rechtsstreit. Paxton, der derzeit im Rennen um einen US-Senatssitz gegen den Demokraten James Talarico steht, bezeichnete den Vergleich als Sieg im „Kampf gegen die radikale Transgender-Bewegung".
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