Bild: KI-generiert · Illustration
Das US-Gesundheitsministerium (HHS) hat unter der Trump-Regierung einen 20-seitigen Bericht veröffentlicht, der einen Zusammenhang zwischen der Unterstützung von Transgender-Rechten und politischer Gewaltbereitschaft herstellen will. Demnach neige Zustimmung zu „Gender-Ideologie" zu „linksautoritärem" Denken und einer größeren Bereitschaft, politische Gewalt zu rechtfertigen.
Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung von 1.208 Erwachsenen in den USA, von denen sich nur 1,1 Prozent als transgender oder nichtbinär identifizierten. Demokratischen Positionen standen dabei 55 Prozent der Befragten nahe. Eigens für die Studie entwickelten die Forschenden eine sogenannte „Clinical Gender Affirmation Scale", um die Zustimmung zu Transgender-Rechten zu messen.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Campaign kritisierte den Bericht scharf und nannte ihn „Junk Science". Die beteiligten Institute – das Manhattan Institute und das Network Contagion Research Institute – hätten eine Vorgeschichte, Studien zu veröffentlichen, die sich mit extremen rechten Positionen decken. Kritisiert wird zudem die nicht repräsentative Stichprobe: Die Teilnehmenden seien nicht einmal zu ihrer Haltung gegenüber der Politik der eigenen Regierung befragt worden.
Beobachter befürchten, dass der Bericht rechten Medien als vermeintlich wissenschaftliche Grundlage dienen könnte, um Stimmung gegen trans Menschen zu machen – in einem politischen Klima, in dem die Trump-Regierung bereits mit zahlreichen Maßnahmen gegen Transgender-Rechte vorgegangen ist.
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