Der Demokrat Everton Blair gewinnt eine Nachwahl in Georgia und wird als erster offen schwuler schwarzer Mann aus einem Südstaat in den US-Kongress einziehen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der Demokrat Everton Blair hat eine Nachwahl in Georgia gewonnen und wird damit zum ersten offen schwulen und gleichzeitig ersten schwarzen schwulen Mann, der aus einem Bundesstaat im Süden der USA in den US-Kongress einzieht. Blair setzte sich am 25. August 2026 in der Stichwahl mit 53 zu 47 Prozent der Stimmen gegen Marcye Scott durch.
Für die verbleibenden vier Monate von dessen Amtszeit übernimmt Blair nun den Sitz im Repräsentantenhaus für Georgias 13. Kongressbezirk, den zuvor der im Amt verstorbene Abgeordnete David Scott innehatte. Seine Gegnerin in der Stichwahl war ausgerechnet Marcye Scott, die Tochter des verstorbenen Amtsinhabers; sie hatte im ersten Wahlgang Ende Juli mit 47 zu 37 Prozent noch vorn gelegen.
Vor seiner politischen Karriere unterrichtete Blair als Mathematiklehrer an einer High School im Gwinnett County im Großraum Atlanta. 2018 wurde er in den dortigen Schulrat gewählt und stieg später zu dessen Vorsitzendem auf.
Sein Sieg gilt als historisch, weil der Süden der USA politisch traditionell als besonders schwer zugänglich für offen queere Kandidat*innen gilt. Blairs Wahl in den Kongress zeigt, dass sich das ändern kann – wenn auch vorerst nur für ein kurzes, wenige Monate währendes Mandat.
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