Eine Bundesrichterin hat die Klage des US-Justizministeriums gegen Kaliforniens trans-inklusive Schulsportregel abgewiesen. Title IX verpflichte den Bundesstaat nicht zum Ausschluss trans Mädchen aus Mädchenteams.
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Eine Klage des US-Justizministeriums gegen Kaliforniens trans-inklusive Schulsportregelung ist gescheitert. Bundesrichterin Cynthia Valenzuela wies die Klage Anfang September 2026 ab: Das Ministerium habe nicht belegen können, dass der Bundesstaat mit seiner Praxis gegen Title IX verstößt, das Bundesgesetz gegen Geschlechterdiskriminierung im Bildungswesen.
Das Justizministerium hatte sowohl das kalifornische Bildungsministerium als auch die California Interscholastic Federation verklagt. Der Vorwurf: Kalifornien erlaube trans Schülerinnen und Schülern, in Teams entsprechend ihrer Geschlechtsidentität statt ihres bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts anzutreten. Nach einem Urteil des Supreme Court, das einzelnen Bundesstaaten die Trennung nach biologischem Geschlecht erlaubt, hatte Washington versucht, diese Linie auch demokratisch geführten Staaten wie Kalifornien aufzuzwingen.
Valenzuela widersprach dieser Lesart. Das Urteil aus Washington bestätige lediglich bestehende Regelungen in den Staaten, die vor dem Supreme Court geklagt hatten – es leite daraus aber keine bundesweite Pflicht ab. Title IX verlange folglich nicht, dass Kalifornien trans Mädchen von Mädchenteams ausschließt.
Offen bleibt die umgekehrte Frage, ob Title IX trans Athletinnen und Athleten ein Recht auf Teilnahme garantiert. Darüber hat die Richterin nicht entschieden. Ihr Urteil stellt lediglich fest: Zur Ausgrenzung zwingen lässt sich der Bundesstaat nicht.
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