Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Beim landesweiten Pfadfindertreffen von Scouting America in West Virginia gibt es in diesem Jahr keine eigenen Räume mehr für queere Jugendliche, Mädchen und Scouts of Color. Der Dachverband strich die entsprechenden Angebote, nachdem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth mit dem Ende der über hundertjährigen Zusammenarbeit zwischen Pentagon und Pfadfinderverband gedroht hatte, sollte dieser nicht von seinen Diversitätsprogrammen abrücken.
Hegseth hatte im Februar in einem Video angekündigt, sein Ministerium werde die Politik von Scouting America "eingehend überprüfen" und die militärische Unterstützung einstellen, falls der Verband bis Ende August keine Änderungen vorweise. Bei früheren nationalen Pfadfindertreffen gab es eigens ausgewiesene Gemeinschaftsräume für Mädchen, Scouts of Color, queere Jugendliche und Menschen mit Behinderungen – Angebote, die Scouting America in der Vergangenheit selbst als Fortschritt beworben hatte.
Mit der aktuellen Kehrtwende sind diese Räume beim National Jamboree nun gestrichen. Der LGBTQ-Aktivist James Dale, der bereits vor Jahrzehnten gegen den Ausschluss schwuler Pfadfinderführer klagte, veröffentlichte eine bislang unbekannte Vereinbarung zwischen Pentagon und Verband, die die Überwachung der Vorgaben durch das Ministerium dokumentiert. Mehrere langjährige Scouts sagten ihre Teilnahme aus Protest ab, andere reisten bewusst an, um marginalisierte Gruppen beim Treffen sichtbar zu vertreten.
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