Ryan Montgomery wurde beim legendären 100-Meilen-Lauf durch die Sierra Nevada zum schnellsten US-Läufer der Rennhistorie — nur sechs Monate nach einer Fußgelenks-OP und mitten im MBA-Studium.
Bild: KI-generiert · Illustration
Beim Western States Endurance Run, einem der ältesten und bekanntesten 100-Meilen-Läufe der Welt durch die Bergwelt bei Lake Tahoe bis nach Auburn in Kalifornien, hat der non-binäre Ultraläufer Ryan Montgomery Sportgeschichte geschrieben. Mit einer Zeit von 13 Stunden und 53 Minuten belegte er in der Männerkategorie den dritten Platz und wurde zum schnellsten US-amerikanischen Läufer in der Geschichte des Rennens, die Ziellinie überquerte er mit einer Progress-Pride-Flagge um die Schultern.
Besonders macht den Lauf auch der Weg dorthin: Montgomery war erst sechs Monate zuvor an einer Fußgelenksverletzung operiert worden und absolvierte parallel einen MBA am Dartmouth College. Über seinen sportlichen Einsatz hinaus engagiert er sich bei Out Trails, einer Initiative, die queeren Menschen den Zugang zu Lauf- und Wandersport erleichtert und Sichtbarkeit im vorwiegend heteronormativen Trailrunning schaffen will.
Pure Zufriedenheit, beschrieb Montgomery sein Gefühl nach dem Zieleinlauf. Ich habe sechs Jahre meine ganze Seele in dieses Rennen gesteckt. Er betonte, mit Absicht für jene zu laufen, die selbst nicht teilnehmen können. 2024 hatte er bereits den Boston-Marathon in der non-binären Kategorie gewonnen, nun plant er einen 24-Stunden-Lauf mit dem erklärten Ziel, einen Weltrekord aufzustellen.
Sein Auftritt reiht sich in eine wachsende Debatte um non-binäre Kategorien im Laufsport ein, für die sich Montgomery seit Jahren öffentlich einsetzt — bei großen Marathons ebenso wie bei Ultraläufen, die traditionell strikt in zwei Geschlechterkategorien unterteilt sind.
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