Der deutsche Judoka Timo Cavelius erlitt bei einem Bundesliga-Kampf in Leipzig einen Kieferbruch, nachdem ihn sein georgischer Gegner nach einer Siegesgeste attackierte.
Bild: KI-generiert · Illustration
Der deutsche Judoka Timo Cavelius hat bei einem Bundesliga-Wettkampf in Leipzig einen Kieferbruch und schwere Gesichtsverletzungen erlitten. Der 29-Jährige, der 2024 in Paris als erster offen schwuler Judoka bei Olympischen Spielen antrat, kämpfte am 5. September für seinen Verein TSV Abensberg gegen den Leipziger Judo Club.
Cavelius traf im zweiten Duell des Tages erneut auf den georgischen Sportler Akaki Japaridze, 24 – und gewann. Nach dem Sieg reckte er die Faust in Richtung seines eigenen Teams. Japaridze deutete die Geste offenbar als gegen sich gerichtet und griff ohne Vorwarnung an, schlug mehrfach zu, selbst als Cavelius bereits am Boden lag. Erst Teamkolleg*innen konnten den Angriff stoppen. "Der Georgier ist völlig ausgerastet", sagte Trainer Manuel Scheibel.
Im Leipziger Universitätsklinikum wurde der gebrochene Kiefer mit drei Metallplatten fixiert, zwei Zähne mussten gezogen werden. Cavelius braucht zehn bis zwölf Wochen, um sich zu erholen – die Weltmeisterschaften im Oktober in Baku verpasst er damit. Der Deutsche Judo-Bund warnt, dass die Verletzung sogar seine Olympia-Qualifikation für Los Angeles 2028 gefährden könnte.
Japaridze rechtfertigt die Attacke mit angeblichen verbalen Beleidigungen und Gesten von Cavelius. Der widerspricht: Seine Geste habe seinem eigenen Team gegolten und schlicht Freude über den Sieg ausgedrückt.
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