Das US-Justizministerium verklagt einen Schulbezirk in Kansas, weil dieser trans Schüler:innen nicht automatisch bei ihren Eltern outet.
Bild: KI-generiert · Illustration
Das US-Justizministerium hat den Schulbezirk Kansas City, Kansas Public Schools verklagt. Der Vorwurf: Der Bezirk oute trans Schüler:innen nicht automatisch gegenüber deren Eltern. KCKPS ist einer von vier Kansas-Schulbezirken, die das Bildungsministerium in diesem Jahr wegen ihres Umgangs mit Geschlechtsidentität bereits untersucht hatte.
Harmeet Dhillon, als Assistant Attorney General Leiterin der Bürgerrechtsabteilung im Justizministerium, erklärte, Elternrechte hätten an öffentlichen Schulen Vorrang, der Bezirk kenne die eigenen Kinder nicht besser als deren Eltern. Man werde nicht dulden, dass Schulbezirke Bundesrecht im Dienst einer, wie sie es nannte, radikalen Gender-Ideologie umgingen.
Ausgangspunkt der Untersuchung war eine Beschwerde des konservativen Defense of Freedom Institute von Juni 2025. In einem 35-seitigen Schreiben listete die Organisation die Richtlinien von vier Bezirken auf: KCKPS, Topeka Public Schools, Shawnee Public Schools und Olathe Public Schools. Ihr Vorwurf: Verstöße gegen Titel IX und gegen das Familienbildungsrecht FERPA, weil aktualisierte Namen und Pronomen von Schüler:innen in separaten, für Eltern nicht einsehbaren Akten geführt würden.
Bildungsministerin Linda McMahon bezeichnete das Verhalten der Bezirke bei Eröffnung der Untersuchung als Verstoß gegen geltendes Recht und gegen das Urteilsvermögen, das von Bildungsverantwortlichen erwartet werde. Bereits im Februar 2024 hatte Kansas' republikanischer Generalstaatsanwalt Kris Kobach gefordert, Schulen sollten trans Schüler:innen grundsätzlich gegenüber ihren Eltern outen, ohne dafür eine gesetzliche Grundlage benennen zu können. Die Klage gilt als erste ihrer Art, weitere gegen die übrigen untersuchten Bezirke gelten als wahrscheinlich.
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