Die queere Performance-Gruppe Choke Hole bringt mit ihrer neuen Show 'Choke Hole TV: Live and Uncut' erstmals nach Europa, was in New Orleans bereits für Furore sorgte. Vom 26. bis 28. Februar 2026 verwandelt sich die Bühne auf Kampnagel in Hamburg in eine apokalyptische Arena, in der Drag-Künstlerinnen und Wrestlerinnen konventionelle Geschlechterrollen zerschmettern. Entstanden 2018 in einem Lagerhaus in New Orleans als anarchisches Spektakel aus Drag, Camp und Chaos, hat sich Choke Hole zu einem internationalen Phänomen entwickelt. Die ausverkauften Vorführungen auf Kampnagel in der Vergangenheit unterstreichen den Erfolg des Projekts.
Die Show geht über bloße Unterhaltung hinaus und positioniert sich als aktivistisches Statement. Sie kritisiert den homophoben und patriarchal geprägten Wrestling-Sport und reagiert auf den wachsenden Ruf nach traditionellen Geschlechterrollen in der Gesellschaft. Durch vollen Körpereinsatz, extravagante Kostüme und überzogene Inszenierungen greift die Performance Machtstrukturen an und schafft Raum für queere Identitäten. Besonders hervorzuheben ist die Community-Arbeit: Choke Hole bietet queeren Menschen einen Ort, an dem sie sichtbar und gefeiert werden, inmitten einer zunehmend feindlichen Umwelt.
Die Veranstalter laden ein, dieses einzigartige Spektakel zu erleben, das Theatergrenzen sprengt und queere Gemeinschaft zelebriert. Karten und weitere Informationen sind über die Kampnagel-Website erhältlich. Die Fotos der Probe zeigen bereits die explosive Energie, die Besucherinnen erwartet.
Verwandte Artikel
Bundesfamilienministerin Prien streicht Förderung für queeres Jugendnetzwerk Lambda
Nach über drei Jahrzehnten staatlicher Unterstützung verliert das bundesweit einzige spezialisierte Jugendnetzwerk für queere junge Menschen seine Finanzierung – dem Verein droht das Aus.
Correctiv-Recherche: AfD setzt KI-Tool für queerfeindliche Propaganda ein
Eine verdeckte Recherche zeigt, wie die AfD mit der internen Plattform „Alternita" automatisiert Kampagnenmaterial erstellt – darunter Warnungen vor einer „Regenbogendiktatur".
Schwerbehindert und queer: Rund 858.000 Menschen doppelt benachteiligt
Hochrechnungen auf Basis aktueller Statistiken zeigen: Hunderttausende LGBTIQ+-Menschen in Deutschland leben mit einer Schwerbehinderung. Fachverbände warnen vor Mehrfachdiskriminierung, besonders in der Pflege.