Ein FPÖ-Antrag im Tourismusausschuss fordert, die Österreich Werbung solle auf Pride- und LGBTIQ+-Inhalte verzichten. ÖVP und NEOS widersprechen; der Antrag wurde vertagt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Im österreichischen Parlament ist ein Streit darüber entbrannt, ob das Land um queere Reisende werben soll. Die FPÖ brachte am 1. Oktober 2026 im Tourismusausschuss einen Antrag ein. Er verlangt, dass die staatliche Tourismuswerbung Pride- und LGBTIQ+-Inhalte aus ihren Kampagnen nimmt.
Der FPÖ-Abgeordnete Christoph Steiner und weitere Antragsteller sprechen von „ideologisch aufgeladenen Kampagnen“. Stattdessen solle die Werbung auf Natur, Berge, Sicherheit, Kulinarik, Kultur und regionale Vielfalt setzen. Pride- und Transgender-Themen nennen sie „gesellschaftspolitische Bildung“.
Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) hielt Zahlen dagegen: Die queere Community gebe auf Reisen im Schnitt 33 Prozent mehr aus als andere Gäste. Eine Quelle für diese Zahl nannte der Bericht nicht, wir können sie deshalb nicht unabhängig bestätigen. Zehetner betonte, wer mehrere Zielgruppen anspreche, müsse deshalb keinen anderen Werbeansatz aufgeben.
Auch die NEOS lehnten den Antrag ab. Die ÖVP-Abgeordnete Daniela Gmeinbauer sprach sich für eine Vertagung aus. Der Ausschuss vertagte den Antrag; er bleibt damit im parlamentarischen Verfahren anhängig. Eine Entscheidung steht noch aus.
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