Eine gemeinsame Auswertung von Trevor Project und Glisten zeigt: Je mehr unterstützende Lehrkräfte trans und nichtbinäre Jugendliche haben, desto besser ihre Noten. 97 Prozent berichten von mindestens einer solchen Lehrkraft.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Wie gut es trans, nichtbinären und genderdiversen Schülerinnen und Schülern in der Schule geht, hängt einer neuen Auswertung zufolge maßgeblich von einer einzigen Gruppe ab: den eigenen Lehrkräften. Der Forschungsbericht „School Experiences and Outcomes Among Transgender, Nonbinary, and Gender-Expansive Young People“ wertet zwei große Studien aus dem Jahr 2025 aus – die National Survey on the Mental Health of LGBTQ+ Young People des Trevor Project und die National School Climate Survey der Organisation Glisten.
56 Prozent der befragten trans, nichtbinären und genderdiversen Jugendlichen gaben an, dass an ihrer Schule mindestens eine diskriminierende Regelung oder Praxis besteht. Zugleich berichteten fast alle – 97 Prozent – von mindestens einer unterstützenden Lehrkraft. Die Auswertung zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Zahl solcher Lehrkräfte und dem Notendurchschnitt: Schülerinnen und Schüler mit null bis fünf unterstützenden Lehrkräften kamen im Schnitt auf einen GPA von 3,20, mit sechs bis zehn auf 3,31 und mit elf oder mehr auf 3,42. Einen ähnlichen Effekt fanden die Forschenden bei der Verbundenheit mit anderen LGBTQ+-Jugendlichen an derselben Schule.
Auffällig ist zudem das Ausmaß an Engagement: 51 Prozent der Befragten hatten sich bereits an einer Aktivismus-Aktion beteiligt, unter Schwarzen und anderen BIPOC-Jugendlichen aus der Gruppe waren es 75 Prozent – etwa durch die Organisation von Veranstaltungen, Redebeiträge bei Schulbehörden oder Mitarbeit in Gremien. Studienleiter Derrick Matthews vom Trevor Project sagte, die Daten lieferten klare Ansatzpunkte dafür, was Lehrkräfte und Schulleitungen konkret tun könnten, um trans und nichtbinäre Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.
Die Autorinnen und Autoren des Berichts plädieren dafür, die Perspektive der Schülerinnen und Schüler selbst stärker in schulpolitische Entscheidungen einzubeziehen – sie wüssten am besten, was ihnen Sicherheit und Zugehörigkeit im Schulalltag gibt.
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