Arophobie bezeichnet Abwertung, Vorurteile und Diskriminierung gegenüber aromantischen Menschen – Menschen also, die keine oder kaum romantische Anziehung zu anderen empfinden, unabhängig von deren Geschlecht. Der Begriff ist analog zu Homophobie gebildet; manche bevorzugen Alternativen wie Arofeindlichkeit, um deutlich zu machen, dass keine klinische Phobie gemeint ist, sondern gesellschaftliche Abwertung.
Typische Vorurteile gegenüber aromantischen Menschen ähneln denen gegenüber asexuellen Menschen: ihnen wird unterstellt, sie seien gefühlskalt, hätten Bindungsangst oder hätten schlicht „die richtige Person“ noch nicht gefunden. Romantische Liebe gilt in den meisten Gesellschaften als Norm und Lebensziel – wer sie nicht anstrebt, wird häufig nicht ernst genommen oder für psychisch auffällig gehalten.
Weil Aromantik in Schule, Medien und selbst in queeren Räumen kaum vorkommt, wissen viele aromantische Menschen lange nicht, dass es einen Begriff für ihr Erleben gibt. Das kann zu Isolation führen – verstärkt dadurch, dass Aromantik-Ausschluss teils auch innerhalb der LGBTQ+-Community stattfindet, wo romantische Beziehungen ebenfalls oft als selbstverständliches Ziel vorausgesetzt werden.