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Latinx / Latine

Buchstabe L 42 Begriffe

Latinx ist eine geschlechtsneutrale Bezeichnung für Menschen lateinamerikanischer Herkunft in den USA. Das „x“ ersetzt die männliche Endung -o und die weibliche Endung -a. Der Plural lautet „Latinxs“. Daneben gibt es „Latine“ mit der Endung -e, entstanden unter genderqueeren Sprechenden. Im spanischsprachigen Raum ist diese Form verbreiteter als Latinx, in den USA seltener.

Online taucht Latinx seit etwa 2004 auf, einzelne Berichte reichen in Chatforen der 1990er zurück. Das „x“ erinnert an den früheren Wechsel von „Chicano“ zu „Xicano“. Breiter bekannt wurde der Begriff nach dem Anschlag auf den Pulse-Club im Juni 2016. Die Columbia University benannte ihren Heritage Month schon 2015 um; Merriam-Webster nahm das Wort 2018 auf, das Oxford English Dictionary 2019.

Die Akzeptanz ist begrenzt. Nach Pew kannten 2020 nur 23 Prozent der erwachsenen Hispanics in den USA das Wort, 3 Prozent nutzten es. 2024 kannten es 47 Prozent, genutzt wurde es von 4 Prozent; 75 Prozent lehnten die Verwendung für ihre Gruppe ab. Die Real Academia Española wies „-x“ und „-e“ 2018 in einem Stilhandbuch zurück. Kritiker nennen die Form schwer sprechbar und eine Anglisierung des Spanischen.

Der Verband LULAC verzichtete 2021 in seiner Kommunikation darauf. Arkansas verbot das Wort 2023 in amtlichen Mitteilungen. Wer über die Gruppe schreibt, sollte auf die Selbstbezeichnung der Befragten achten: Viele bevorzugen „Hispanic“ oder „Latino“.

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