RACK steht für "Risk Aware Consensual Kink" und beschreibt eine Grundhaltung innerhalb der BDSM- und Kink-Community: Statt Praktiken in "sicher" und "unsicher" einzuteilen, geht RACK davon aus, dass keine Aktivität vollständig risikofrei ist. Entscheidend ist stattdessen, dass alle Beteiligten die konkreten Risiken kennen, informiert einwilligen und die Aktivität eindeutig als einvernehmliches Kink-Spiel einordnen.
RACK entstand als Gegenentwurf zum älteren Prinzip "Safe, Sane and Consensual" (SSC), das nur als sicher und vernünftig geltende Praktiken erlaubt. Kritikerinnen und Kritiker von SSC bemängelten, dass "sicher" und "vernünftig" von Person zu Person unterschiedlich bewertet werden und der Rahmen dadurch bestimmte Formen von Edgeplay von vornherein ausschließt. RACK verschiebt den Fokus von einer vermeintlich objektiven Sicherheit hin zu bewusster Risikoabwägung und expliziter Zustimmung.
In der Praxis bedeutet das: ausführliche Gespräche vor einer Session, klare Absprachen über Grenzen und Safewords sowie das Wissen um mögliche gesundheitliche oder psychische Folgen einer Praktik. RACK schließt damit auch Aktivitäten ein, die nach SSC-Maßstab als zu riskant gelten würden, solange informierte Zustimmung vorliegt.