Ralf König, geboren 1960 in Soest, zählt zu den bekanntesten deutschen Comiczeichnern und gilt vielen als Chronist der schwulen Subkultur. Seine ersten Arbeiten veröffentlichte er Ende der 1970er-Jahre während seines eigenen Coming-outs in Untergrundmagazinen der Szene, nach einer Tischlerlehre studierte er ab 1981 Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Mit „SchwulComix 2“ fand er 1984 zu dem selbstironischen, satirisch zugespitzten Stil, der sein Werk bis heute prägt.Den Durchbruch über die Szene hinaus brachte ihm 1987 der Comic „Der bewegte Mann“, dessen Verfilmung 1994 zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der Neunzigerjahre wurde und schwule Alltagsfiguren einem Millionenpublikum bekannt machte. König lebt und arbeitet seit über 30 Jahren in Köln und veröffentlicht bis heute regelmäßig neue Bände.