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Vakasalewalewa

Buchstabe V 15 Begriffe

Vakasalewalewa bezeichnet in Fidschi Menschen, die bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurden und einen weiblichen Geschlechtsausdruck leben. Der Begriff stammt aus dem Fidschianischen und bedeutet sinngemäß "auf die Art einer Frau handeln". Er wird als traditionelle, kulturell spezifische dritte Geschlechtsidentität verstanden und trägt Konnotationen einer überlieferten Lebensweise.

Verwandt sind weitere Wörter. Qauri ist ein neuerer Sammelbegriff für alle nicht heteronormativen männlich geborenen Personen in Fidschi, viavialewa heißt "eine Frau sein wollen". Eine Studie des Ethnologen Geir Henning Presterudstuen berichtet, dass manche Qauri die Bezeichnung vakasalewalewa als altmodisch oder einengend ablehnen, während Menschen, die sich so nennen, in Fidschi mehr Akzeptanz erfahren hätten als jene, die sich als qauri identifizieren.

Koloniale Quellen schweigen zur Rolle von vakasalewalewa in der fidschianischen Gesellschaft. Dass es diese Identitäten im vorkolonialen Fidschi gab und sie geschätzt waren, wird als wahrscheinlich dargestellt, so wie bei akavaʻine auf den Cookinseln oder faʻafafine in Samoa. Der Aktivist Shaneel Lal vertritt die Auffassung, dass Kolonisierung queere Identitäten zurückgedrängt habe; das ist eine Position, kein gesicherter Befund. Der Begriff steht außerdem in der von Phylesha Brown-Acton geprägten Abkürzung MVPFAFF+, die pazifische Geschlechtervielfalt benennt.

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