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Aids-Aktivist Michael Jähme gestorben

Aids-Aktivist Michael Jähme gestorben

Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration

Der Aktivist Michael Jähme ist im Alter von 67 Jahren nach einem Bergunfall gestorben. Seit seiner HIV-Diagnose 1990 setzte er sich jahrzehntelang für Menschen mit HIV und für die Aufarbeitung der Verfolgung nach Paragraf 175 ein.

Der Aktivist Michael Jähme ist am Donnerstag im Alter von 67 Jahren nach einem Bergunfall gestorben. Das bestätigte die Aidshilfe NRW. Jähme erhielt 1990 seine HIV-Diagnose und engagierte sich von da an über Jahrzehnte für Menschen mit HIV, zunächst bei der Aidshilfe Wuppertal, ab 1998 im Landesvorstand der Aidshilfe NRW, den er von 2000 bis 2004 als Vorsitzender leitete.

Über sein Blog "Termabox" wurde er zu einer bekannten Stimme für Menschen mit HIV in Deutschland. Ihm ging es dabei stets darum, Betroffene nicht auf ihre Diagnose zu reduzieren, sondern ihr ganzes Leben sichtbar zu machen. 2012 ernannte ihn die Aidshilfe NRW zum Ehrenmitglied.

Ab 2013 führte Jähme im Auftrag der Arcus Foundation biografische Interviews mit schwulen und bisexuellen Männern, die nach 1945 unter Paragraf 175 verfolgt worden waren, und trug damit zur Dokumentation eines lange verdrängten Kapitels deutscher Geschichte bei. Für diese Arbeit erhielt er 2015 die Kompassnadel des Queeren Netzwerks NRW.

Wegbegleiter beschreiben Jähme als engagiert, streitbar und prägend, mit kritischem Geist, Humor und einem klaren Sinn für Gerechtigkeit gegenüber marginalisierten Gruppen. Mit seinem Tod verliert die deutsche Aids- und Community-Arbeit eine ihrer langjährigen Stimmen.

16.08.2026

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