Der New Yorker Veranstaltungsort Madison Square Garden (MSG) steht wegen einer internen Datenbank in der Kritik, die Prominente offenbar systematisch nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität erfasste. Die Datenbank mit insgesamt 39.539 Einträgen aus Wirtschaft, Technologie, Medien, Politik und Sport wurde von der Hacker-Gruppe ShinyHunters entdeckt und veröffentlicht, zuerst berichtete das Portal 404 Media über den Vorfall. Das Magazin Wired deckte anschließend auf, dass 93 Einträge explizit mit dem Etikett „LGBTQIA“ versehen waren – darunter Musiker Ricky Martin, Sängerin Phoebe Bridgers, Geese-Gitarristin Emily Green sowie Gäste von Taylor Swifts Hochzeit im MSG wie Ice Spice.
Die Einträge enthielten laut Wired Risikoeinstufungen, die unter anderem danach vergeben wurden, ob die betreffende Person sich öffentlich kritisch über Verwaltungschef James Dolan geäußert hatte. Die Kategorien reichten von „flag“ (geringes Risiko) bis „high risk“ – manche Prominente erhielten trotz guter Beziehungen zu Dolan eine solche Einstufung.
Ein MSG-Sprecher wies die Berichterstattung zurück: Wireds Darstellung sei „ungenau und falsch“, man werde rechtlich dagegen vorgehen.
Für die digitale Bürgerrechtlerin Evan Greer passt der Fall in ein Muster: MSG scheine „überdurchschnittlich an queeren und trans Menschen in der eigenen Location interessiert“ zu sein. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der Veranstaltungsort eine trans Besucherin der Knicks-Spiele über ein 18-seitiges Sicherheitsdossier verfolgte – inklusive ihrer Toilettengänge.
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