Bayerns Gesundheitsministerium meldet einen Anstieg der HIV-Erstdiagnosen bei heterosexuellen Männern und wirbt zum Welttag der sexuellen Gesundheit für Tests.
Bild: KI-generiert · Illustration
Vor dem Welttag der sexuellen Gesundheit, der jährlich Anfang September begangen wird, hat das bayerische Gesundheitsministerium aktuelle Zahlen zu HIV-Erstdiagnosen veröffentlicht. Bei heterosexuellen Männern stieg die Zahl 2025 um rund 16 Prozent auf 72 Fälle. Insgesamt blieben die gemeldeten Erstdiagnosen im Freistaat im Vergleich zu 2024 nahezu unverändert, am häufigsten betroffen sind weiterhin Männer.
Das Ministerium betonte, eine HIV-Infektion sei zwar inzwischen gut behandelbar, aber noch immer nicht heilbar. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) rief anlässlich des Welttags zu konsequentem Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen auf und warb für regelmäßige Tests, auch außerhalb klassischer Risikogruppen. In Bayern bieten Gesundheitsämter und Aidshilfen solche Tests anonym und kostenlos an.
Besondere Sorge bereiten Gerlach zufolge die weiterhin hohen Syphilis-Erstdiagnosen im Freistaat: "Unbehandelt kann Syphilis schwere Organschäden verursachen und das Gehirn angreifen", so die Ministerin. Aufklärung über solche Risiken sei deshalb zentral, das gelte auch für HPV-Infektionen, die als Hauptursache bestimmter Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs gelten. Gerlach warb in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die HPV-Impfung.
Übertragen wird HIV vor allem durch ungeschützten Sex sowie beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen. Regelmäßige Tests ermöglichen eine frühzeitige Behandlung, die laut Ministerium nicht nur die eigene Gesundheit schützt, sondern auch das Risiko einer Weitergabe des Virus deutlich senkt.
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