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25 Jahre nach der „Bloody Pride“: Belgrad zeigt sich zwiespältig

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25 Jahre nach der gewaltsam aufgelösten ersten Belgrade Pride sind erneut Hunderte Menschen durch die serbische Hauptstadt gezogen. Die Sicherheitslage für die queere Community bleibt angespannt.

25 Jahre nach der „Bloody Pride“: Belgrad zeigt sich zwiespältig

Bild: KI-generiert · Illustration

Genau 25 Jahre nach der gewaltsam aufgelösten ersten Belgrade Pride sind am vergangenen Wochenende erneut Hunderte Menschen durch die serbische Hauptstadt gezogen. Der Demonstrationszug unter dem Motto „Es gibt Platz für uns alle“ führte vorbei am Regierungssitz und der Nationalversammlung, mehrere Straßen waren für die Dauer der Veranstaltung gesperrt.

Am 30. Juni 2001 hatten sich nur einige Dutzend Menschen zum ersten Christopher Street Day Belgrads versammelt. Queerfeindliche Gruppen und gewaltbereite Hooligans griffen den Zug an, mehr als 40 Teilnehmende wurden teils schwer verletzt, die Polizei konnte die Angreifer nicht fernhalten. Der Tag ging als „Bloody Pride“ in die Geschichte der serbischen LGBTIQ+-Bewegung ein und wirkt in der Community bis heute nach.

Seit 2016 findet die Belgrade Pride wieder regelmäßig statt, ihre Rekordausgabe im Jahr 2021 zählte rund 6.000 Teilnehmende, als die Stadt zugleich Gastgeberin der EuroPride war. Sicherheitsgarantien blieben aber ein wiederkehrender Streitpunkt: 2022 verweigerte Staatschef Aleksandar Vučić der EuroPride zunächst die Genehmigung und verwies auf die angespannte Lage rund um den Kosovo-Konflikt.

Auch in diesem Jahr bleibt die Situation angespannt: Im Mai wurde ein Schwulenclub in Belgrad Ziel eines Reizgasangriffs. Der Beitritt Serbiens zur EU, den die Regierung seit Jahren anstrebt, gilt Beobachtern als einer der wenigen Hebel, mit denen sich Fortschritte beim Schutz queerer Menschen im Land erzwingen lassen.

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