Der Demokrat Everton Blair hat eine Nachwahl in Georgia gewonnen und ist damit der erste offen queere Kongressabgeordnete des Bundesstaats. Der 34-Jährige folgt auf den verstorbenen Abgeordneten David Scott, dessen Amtszeit im Januar endet.
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Der Demokrat Everton Blair hat in Georgia eine Nachwahl zum US-Repräsentantenhaus gewonnen und wird damit der erste offen queere Kongressabgeordnete des Bundesstaats. Blair setzte sich im 13. Kongresswahlbezirk mit 53 Prozent der Stimmen gegen Marcye Scott durch, die 47 Prozent erhielt. Er ist erst der dritte offen schwule Schwarze Politiker im US-Kongress, nach den New Yorker Demokraten Ritchie Torres und Mondaire Jones.
Der 34-jährige Blair arbeitete zuvor als Mathematiklehrer an einer öffentlichen Schule in Atlanta und leitete als Vorsitzender das Schulamt des Gwinnett County, dem er bereits 2018 im Alter von 26 Jahren beitrat – damals als jüngstes Mitglied und erste Person of Color in diesem Gremium. Abschlüsse hat er von Harvard und Stanford, den Doktortitel in Bildungsmanagement erwarb er ebenfalls in Harvard.
Ursprünglich war Blair gegen den zwölfmal wiedergewählten Amtsinhaber David Scott angetreten und hatte dessen häufige Abwesenheit vom Kongress kritisiert. Nach Scotts Tod im April im Alter von 80 Jahren wurde aus der Vorwahl eine Nachwahl. In der Stichwahl trat ihm Scotts Tochter Marcye Scott entgegen, die das politische Erbe ihres Vaters fortführen wollte.
Blair sprach sich im Wahlkampf für eine entschlossenere demokratische Opposition aus, unter anderem für die Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE und für Amtsenthebungsverfahren gegen Mitglieder der Trump-Regierung. Seine Amtszeit ist knapp bemessen: Sie endet bereits im Januar, wenn die reguläre Wahlperiode ausläuft, für die Scotts Sitz ursprünglich vorgesehen war. Angesichts der knappen republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus könnte seine Stimme in den kommenden Monaten dennoch Gewicht haben.
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