Bild: KI-generiert · Illustration
In Honduras sind nach Angaben eines Menschenrechtsberichts allein zwischen Januar und dem 8. August 2026 mindestens 35 Menschen aus der LGBTIQ+-Community ermordet worden. Das geht aus dem 14. Bulletin des Observatorio de Violencia hacia las Personas LGBTI+ de Honduras (KAI+) hervor. Unter den Opfern waren 11 trans Frauen und 10 schwule Männer.
Die meisten Fälle registrierte die Organisation im Departamento Francisco Morazán rund um die Hauptstadt Tegucigalpa (12 Morde), gefolgt von Cortés (5) und Comayagua (4). Honduras verfügt bislang über keine eigene Hate-Crime-Gesetzgebung, die Gewalt gegen LGBTIQ+-Personen als solche erfasst und schärfer ahndet.
Laut KAI+ befinden sich alle 35 Mordfälle noch im Ermittlungsstadium, bislang wurden nur zwei Festnahmen gemeldet. Die Organisation spricht von einer Straflosigkeitsquote von 93 Prozent bei LGBTIQ+-Morden seit 2009 – die weit überwiegende Mehrheit der Taten bleibt also bis heute ungesühnt.
Neben den Tötungsdelikten dokumentierte das Observatorium 195 Fälle allgemeiner Gewalt gegen LGBTIQ+-Personen, darunter Drohungen, Misshandlungen, Diskriminierung und sexuelle Übergriffe. Als direkte Folge der Bedrohungslage sind nach Angaben des Berichts elf Menschen aus Honduras geflohen, acht davon in die USA, zwei nach Spanien und eine Person nach Großbritannien.
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