Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten hat auf der World Pride Human Rights Conference in Amsterdam eindringlich vor einer koordinierten Kampagne gegen trans Menschen gewarnt. Trans Personen seien derzeit die verletzlichste Gruppe innerhalb der queeren Community, weil konservative Kräfte sie gezielt als Angriffsziel ausgewählt hätten, sagte Jetten. „Sie haben sich die kleinste Gruppe innerhalb unserer größeren Gemeinschaft ausgesucht, um sie anzugreifen und ihr die Rechte zu entziehen", so der Premier.
Jetten beschrieb die Gegenbewegung als gut koordiniert und gut finanziert. Themen wie der Zugang zu Toiletten oder die Teilnahme am Sport würden gezielt in den Vordergrund gerückt, um von den eigentlichen Anliegen abzulenken – etwa vom Zugang zu Gesundheitsversorgung und von der Sicherheit trans Jugendlicher an Schulen. Er rief die queere Community zu mehr innerer Solidarität und offenem Austausch auf.
An dem Panel nahmen mehrere amtierende und ehemalige Regierungschefs teil, die selbst offen queer sind, darunter der frühere irische Premierminister Leo Varadkar, San Marinos Ex-Staatsoberhaupt Paolo Rondelli sowie die frühere isländische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir. Auch Luxemburgs Ex-Premier Xavier Bettel und der amtierende andorranische Regierungschef Xavier Espot Zamora waren dabei. Varadkar merkte an, dass Irlands Gesetz zur Anerkennung des Geschlechts von 2015 heute auf deutlich größeren Widerstand stoßen würde als damals.
Jetten selbst wurde im Februar als erster offen schwuler Ministerpräsident der Niederlande vereidigt. Er warnte, der Kampf um trans Rechte sei kein Nebenschauplatz: „Wenn wir diesen Kampf für trans Menschen nicht gewinnen, verlieren wir den größeren Kampf für alle queeren Menschen weltweit." Die Konferenz findet im Rahmen der World Pride Amsterdam statt und dauert noch bis zum 9. August.
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