Unbekannte haben am Samstagabend eine Veranstaltung im Andersraum, Hannovers queerem Zentrum, gestört, Anwesende bedroht und eine Glasscheibe zerstört. Verletzt wurde niemand, die Täter flüchteten unerkannt.
Bild: KI-generiert · Illustration
Am Samstagabend haben Unbekannte eine Veranstaltung im Andersraum gestört, Hannovers queerem Zentrum in der Nordstadt. Zwischen 21 und 21.30 Uhr drangen sie in die Räume ein, beschimpften und bedrohten die Anwesenden und forderten sie zum Verlassen des Gebäudes auf. Weil niemand der Aufforderung nachkam, schlugen die Angreifer die Tür zu und zerstörten dabei eine Glasscheibe.
Verletzt wurde nach Angaben des Zentrums niemand. Die Täter flüchteten unerkannt vom Tatort, der Vorfall wurde der Polizei gemeldet und wird nun ermittelt.
Der Andersraum ist seit Jahren fester Anlaufpunkt für lesbisches, schwules, bisexuelles, trans und inter Leben in Hannover und der Region: Rund 30 Gruppen treffen sich dort, hinzu kommen Beratung, Jugendarbeit, das niedersächsische Netzwerkbüro für queere Geflüchtete und das Queere Gesundheitsnetzwerk. Auch die Organisation des CSD Hannover ist dort verortet.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay besuchte das Zentrum nach dem Angriff und verurteilte die Tat öffentlich. Menschen seien beschimpft, bedroht und eingeschüchtert worden, allein weil sie queer sind, erklärte er.
Der Andersraum selbst betonte, der Angriff sei kein Einzelfall, sondern reihe sich in eine Serie von Vorfällen gegen queere Orte ein. Man lasse sich davon nicht einschüchtern und werde nicht hinnehmen, dass solche Taten normalisiert oder kleingeredet werden, so das Zentrum.
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