In Duluth, Minnesota, wurde ein 37-Jähriger mit einer abgebrochenen Bierflasche niedergestochen, nachdem der mutmaßliche Täter ihn homophob beleidigt hatte. Der Staatsanwalt prüft eine Anklage wegen eines Hassverbrechens.
Bild: KI-generiert · Illustration
In der Toilette einer Bar im US-amerikanischen Duluth, Minnesota, ist ein 37-jähriger Mann mit einer abgebrochenen Bierflasche niedergestochen worden. Die Polizei rückte in der Nacht zum 13. September gegen 0:10 Uhr zum „Ace’s Bar“ aus, nachdem der mutmaßliche Angreifer den Mann und dessen Begleiter zuvor mit homophoben Beleidigungen konfrontiert hatte.
Der 25-jährige Kyle Eugene Heisler Jr. aus Deer River wird wegen schwerer Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe, Gewaltandrohung und Behinderung der Justiz angeklagt; die Kaution wurde auf 100.000 US-Dollar festgesetzt. Das Opfer erlitt mehrere Stichwunden im Bauchbereich, darunter eine Verletzung der Niere, und wurde stationär behandelt. Bemerkt hatte er die Verletzung zunächst gar nicht – erst als er zu seiner Hochzeitsgesellschaft zurückkehrte, fiel Freunden das Blut auf seinem Hemd auf.
Staatsanwalt Mike Ryan bezeichnete den Angriff als Ergebnis einer „oberflächlichen und falschen Einschätzung der sexuellen Orientierung“ des Opfers und erklärte, eine Anklage wegen eines Hassverbrechens sei „definitiv im Blick“. Die Polizei nahm Heisler wenige Straßenblocks vom Tatort entfernt zusammen mit einer Begleiterin fest; an seinem Hemd fanden sich Blutspuren. Bei der Festnahme leistete er nach Polizeiangaben Widerstand und drohte einem Beamten. Der Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Übergriffe in den USA ein, bei denen Angreifer ihre Opfer allein aufgrund einer – zutreffenden oder unzutreffenden – vermuteten sexuellen Orientierung attackierten.
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