Ein Staatsanwalt in Indiana hat entschieden, keine Anklage wegen einer falschen Anzeige gegen den früheren US-Verkehrsminister Pete Buttigieg zu erheben. Die Anruferin hatte laut Ermittlungsbericht eine dokumentierte Vorgeschichte psychischer Erkrankungen.
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Ein Staatsanwalt in Marshall County im US-Bundesstaat Indiana hat entschieden, keine Anklage wegen einer falschen Anzeige gegen den früheren US-Verkehrsminister Pete Buttigieg zu erheben. Eine 50-jährige Frau aus Alabama, in den Ermittlungsakten nur als „TJ“ geführt, hatte im Juni bei der Polizei eine anonyme Meldung abgegeben, wonach Buttigieg eine Gefahr für seine eigenen Kinder darstelle. Sie behauptete, er habe ihr bei einer Konferenz in Alabama gestanden, „unaussprechlich gewalttätige Verbrechen“ begangen zu haben.
Buttigieg hielt sich zu dem Zeitpunkt in Michigan auf und wurde durch die Anzeige vorübergehend von seinen vierjährigen Zwillingen getrennt, während Ermittler der Sache nachgingen. Die Michigan State Police dokumentierten in ihrem Bericht, dass die Anruferin eine „lange Geschichte psychischer Erkrankungen“ habe, darunter Halluzinationen und wahnhaftes Denken, sowie eine Alkoholabhängigkeit. Auf dieser Grundlage kam Staatsanwalt E. Nelson Chipman Jr. zu dem Schluss, dass sich die für eine Anklage nötige kriminelle Absicht nicht nachweisen lasse.
Die Entscheidung erging am 10. September, gut drei Monate nach der ursprünglichen Meldung. Buttigieg selbst gilt in dem Verfahren als Betroffener eines Falschverdachts, nicht als Beschuldigter. Der Fall zeigt, wie eine unbelegte anonyme Anzeige zu monatelangen Ermittlungen und einer vorübergehenden Trennung von den eigenen Kindern führen kann, bevor sich der Verdacht als haltlos erweist.
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