Sophie Lee wurde in der Nacht zum Freitag in ihrem Baltimorer Viertel erschossen. Fast hundert Menschen versammelten sich zum Gedenken – ob die Tat mit ihrer Identität zusammenhängt, ist noch offen.
Bild: KI-generiert · Illustration
Die 27-jährige Sophie Lee ist am frühen Freitagmorgen in Baltimore erschossen worden. Der Tatort lag im 2400er-Block der North Calvert Street im Stadtteil Barclay, gegen 1:15 Uhr nachts.
Die Polizei ermittelt zu den Umständen der Tat. Sprecherin Lindsey Eldridge erklärte, unklar sei bislang, ob Lees Identität als trans Frau mit ihrem Tod zu tun habe; die Ermittlungen dauerten an.
Am Sonntagabend organisierte die Black- und Trans-geführte Organisation Baltimore Safe Haven eine Mahnwache an der Straßenecke, an der Lee starb. Fast hundert Menschen kamen zusammen, darunter ihre Mutter Denise Johnson – statt wie geplant mit ihrer Tochter Krabben im Park zu essen, stand sie nun bei der Trauerfeier. Die Organisation kannte Lee als ehemalige Klientin und Freundin des Teams und rief zu Spenden auf.
Lee war Teil der Ballroom-Szene und den Häusern House of Gabbana und House of Balenciaga verbunden. Nach Angaben von Wegbegleiter*innen setzte sie sich dafür ein, dass trans Frauen auch in lesbischen Räumen selbstverständlich akzeptiert werden. Nach Zählung des US-Magazins Advocate ist sie die 23. trans Frau, die 2026 in den USA gewaltsam ums Leben kam; 13 der bislang erfassten Opfer waren demnach Schwarze trans Frauen. Es ist bereits der zweite Mord an einer trans Frau in Baltimore in diesem Jahr – der vorherige liegt rund zehn Wochen zurück.
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