Die Apotheke Corner Drug im kalifornischen Woodland wurde nach einer Welle homophober Onlinehetze angegriffen – Fenster eingeschlagen, eine Drohung an die Fassade gesprüht.
Am 17. August ist die familiengeführte Apotheke Corner Drug im kalifornischen Woodland Ziel eines Angriffs geworden, nachdem sie sich mit Schildern öffentlich als sicherer Ort für queere Menschen positioniert hatte. Unbekannte schlugen ein Schaufenster ein und sprühten eine homophobe Beleidigung samt Drohung an die Fassade.
Zerstört wurden dabei auch die Schilder selbst, die die Apotheke als „Safe Place“ auswiesen und den Satz „Hate Has No Business Here“ trugen. Wie die Lokalpolitikerin Gloria Partida aus dem benachbarten Davis berichtete, war der Tat eine tagelange Welle feindseliger Nachrichten in sozialen Netzwerken vorausgegangen.
Ausgangspunkt war offenbar ein Beitrag über die Pride-Month-Dekoration der Apotheke, der mit falschen Behauptungen über trans Menschen angereichert wurde und in den Kommentaren zu Aufrufen führte, das Geschäft als „hasserfüllt“ zu brandmarken. Partida ordnete den Vorfall als Beispiel dafür ein, wie sich online geschürte Stimmung in reale Gewalt übersetzen kann.
Öffentlich reagierte die Apotheke mit trockenem Humor: Ein Fenster lasse sich reparieren, der oder die Täterin bleibe dagegen „für immer kaputt“, schrieb das Team auf Facebook – garniert mit dem Hinweis, an der Rechtschreibung der Schmiererei sei noch Übung nötig.
Corner Drug kündigte an, einen Teil der Einnahmen an lokale LGBTQ-Organisationen zu spenden, darunter Elevate Queer Yolo und die Davis Phoenix Coalition.
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