In Frankfurt kam es am Freitagabend innerhalb weniger Stunden zu zwei queerfeindlichen Vorfällen: Erst wurden zwei Gäste aus einem Restaurant an der Kaiserstraße beschimpft und hinausgeworfen, später schlug ein Unbekannter einer 42-jährigen queeren Person mit einer Dose ins Gesicht. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen und bittet um Zeugenhinweise.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
In Frankfurt am Main sind am Freitag innerhalb weniger Stunden zwei queerfeindliche Vorfälle gemeldet worden. Gegen 17:25 Uhr warf ein 41 Jahre alter Restaurantbetreiber an der Kaiserstraße zwei Gäste im Alter von 25 und 39 Jahren aus seinem Lokal und beleidigte sie. Zwei weitere Männer, 26 und 25 Jahre alt, mischten sich ein und richteten ebenfalls queerfeindliche Beschimpfungen und Drohungen gegen die Betroffenen.
Rund vier Stunden später, gegen 21:15 Uhr, wurde am Kreuzungsbereich Seilerstraße/Klapperfeldstraße im Frankfurter Stadtzentrum eine 42 Jahre alte queere Person von drei Männern beleidigt. Als das Opfer nachfragte, wer die Beleidigung ausgesprochen hatte, meldete sich einer der Männer. Ein zweiter Täter schlug daraufhin mit einer Getränkedose gegen den Kiefer des Opfers. Beide Angreifer flüchteten zu Fuß. Sie werden als etwa 20 Jahre alt beschrieben, einer trug dunkle Cap und Shorts, der andere hatte dunkelblonde lockige Haare sowie schwarze Kleidung.
Die Polizei Frankfurt ermittelt in beiden Fällen unter anderem wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Beleidigung. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (069) 755-10100 zu melden.
Frankfurt zählt zu den Städten mit einer sichtbaren queeren Szene, dennoch häufen sich Berichte über Übergriffe im öffentlichen Raum. Zwei Vorfälle an einem einzigen Abend zeigen, wie schnell aus verbalen Anfeindungen körperliche Gewalt werden kann - und wie wenig es braucht, damit queere Menschen in der Innenstadt Angst haben müssen.
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