Die 21-jährige Juju Nadeau wurde am 5. August in Portland, Maine, auf einem Fußweg von einem Mann mit dem Fahrrad verfolgt und erstochen. Ob die Tat als Hassverbrechen gilt, ist offen; Medien hatten sie zunächst falsch benannt.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Am Abend des 5. August ist die 21-jährige trans Frau Juju Nadeau in Portland im US-Bundesstaat Maine erstochen worden. Mit Freund:innen war sie auf dem Fußweg Back Cove Trail in der Nähe der Tukey's Bridge unterwegs, als ein Mann auf einem Fahrrad die Gruppe mit einem Messer verfolgte und angriff. Im Maine Medical Center erlag Nadeau ihren Verletzungen.
Gerichtsunterlagen nennen einen 58-jährigen Mann namens Glen Rodney als mutmaßlichen Angreifer. Ihre Freundin Liz McGehee, die den Angriff mit ansah, versuchte ihn zu stoppen und alarmierte anschließend die Polizei. Ob die Tat als Hassverbrechen eingestuft wird, ist bisher nicht offiziell mitgeteilt worden.
Als den liebevollsten Menschen, den er kenne, beschrieb ihr Partner Kasper DeWitt sie – als jemanden, der Menschen zusammengebracht habe wie kaum jemand sonst. Bekannt war Nadeau als begeisterte Stadterkundungsgängerin. Nach dem Angriff hatten mehrere Medien sie zunächst falsch benannt und ihr früheres Geschlecht verwendet, was Angehörige und die queere Community in Portland scharf kritisierten.
In den Tagen danach erinnerten Nachbar:innen und Freund:innen mit spontanen Gedenkfeiern an der Unglücksstelle an sie. Auch überregionale Medien griffen den Fall erst auf, nachdem Aktivist:innen öffentlich auf die anfänglich fehlerhafte Berichterstattung über Nadeaus Geschlecht hingewiesen hatten – ein Muster, das Angehörige queerer Gewaltopfer in den USA immer wieder beklagen.
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