Vor der Gay-Bar Venture-N in Tucson erschießt ein Mann zwei Besucher und verletzt einen dritten. Bei ihm findet die Polizei eine Liste mit Adressen queerer Lokale – die Ermittlungen laufen als mutmaßliches Hassverbrechen.
Vor der Gay-Bar Venture-N im US-amerikanischen Tucson hat ein Mann in der Nacht auf Montag zwei Besucher erschossen und einen dritten verletzt. Der Angriff ereignete sich gegen 0.30 Uhr auf dem Parkplatz der Bar in der North Sixth Avenue. Die Polizei identifizierte die Getöteten als den 42 Jahre alten Vincent Anthony Siqueiros und den 33 Jahre alten Cameron Davis Capara. Der dritte Betroffene überlebte mit Verletzungen. Der mutmaßliche Täter, der 44-jährige Ousman Ceesay, starb später im Krankenhaus.
Bei ihm fanden Ermittler nach eigenen Angaben eine Notiz mit Adressen mehrerer LGBTQ+-freundlicher Lokale. Bürgermeisterin Regina Romero sagte, die Liste deute darauf hin, dass Ceesay weitere Anschläge habe verüben wollen. Polizeichefin Monica Prieto nannte die Tat ein „besonders abscheuliches“ mutmaßliches Hassverbrechen. Das Motiv wird als solches untersucht, eine endgültige Bestätigung steht noch aus.
Die Polizei verstärkte danach ihre Präsenz vor queeren Einrichtungen in der Stadt. Die demokratische Kongressabgeordnete Adelita Grijalva erneuerte im Zuge des Falls ihre Forderung nach schärferen Waffengesetzen. In den folgenden Tagen versammelten sich LGBTQ+-Organisationen zu einer Mahnwache für die beiden Getöteten – nach eigenen Worten aus Trauer, aber auch aus Entschlossenheit, sich von der Tat nicht einschüchtern zu lassen.
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