Das ehrenamtlich betriebene OUT Museum in San Franciscos Chinatown sammelt Kunst, Dokumente und Geschichten queerer Chinesinnen und Chinesen sowie der Diaspora. Gegründet hat es eine langjährige Aktivistin, die 2022 aus China in die USA kam.
Bild: KI-generiert · Illustration
In San Francisco hat mit dem OUT Museum das nach eigenen Angaben weltweit erste Museum für queere chinesische Geschichte eröffnet. Es liegt in der Clay Street mitten in Chinatown, die Eröffnung mit Banddurchschneiden fand Ende Mai statt. Betrieben wird es komplett ehrenamtlich.
Gegründet hat es Xiangqi Chen, die seit über 20 Jahren in der LGBTQ-Bewegung in China aktiv ist und 2005 in Shanghai die erste Basisorganisation für lesbische Frauen mit aufbaute. 2022 zog Chen nach San Francisco. Ziel des Museums ist es, Kunst, Dokumente und Lebensgeschichten queerer Chinesinnen und Chinesen sowie der chinesischen Diaspora zusammenzutragen und Generationen und Regionen miteinander zu verbinden.
Der Eintritt ist frei, geöffnet hat das Museum bislang an einem einzigen Ausstellungsraum samstags und nur nach Anmeldung. Chen finanzierte den Aufbau über Spenden und will Öffnungszeiten und Räume perspektivisch erweitern. Sie zeigte sich nach eigenen Worten „zu 100 Prozent bewegt" von den Reaktionen der Besucher*innen – darunter Dank sowohl von heterosexuellen als auch von queeren chinesischen Einwanderer*innen.
Die Autorin und Aktivistin Helen Zia beschrieb das Museum als „einen physischen Ort, an dem wir sagen können: Wir existieren". Der Community-Vertreter Dixon Ngai ergänzte, queere Chinesinnen und Chinesen kämen in traditionellen wie in großen Medien kaum vor – „aber wir existieren."
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