Tim Curry, für die queere Community vor allem als Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ unvergessen, ist im Alter von 80 Jahren in Los Angeles gestorben.
Bild: KI-generiert · Illustration
Am 25. August ist der britische Schauspieler Tim Curry im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Die Todesursache wurde nicht mitgeteilt. Curry blickte auf eine jahrzehntelange Karriere auf Bühne und Leinwand zurück und war zuletzt vor allem für seine markante Stimme in Animationsfilmen und Videospielen bekannt.
Berühmt wurde er unter anderem für Rollen unter dicker Maske, etwa als Pennywise in einer frühen Verfilmung von Stephen Kings „Es“ und als Dämon Darkness in „Legend“. Für die queere Community bleibt er jedoch untrennbar mit einer anderen Figur verbunden: Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ von 1975. Der Film, in dem Curry als durchtrainierter Transvestit vom Planeten Transsexual auftrat, wurde zum popkulturellen Kultphänomen und zu einem Fixpunkt für Mitternachtsvorführungen mit Publikumsbeteiligung.
Der Filmhistoriker Michael Varrati beschreibt „Rocky Horror“ als Sammelpunkt für queere Menschen: für Punks, für Goths, für alle, die sich von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlten. In dieser Lesart schuf Curry mit seiner Darstellung einen der frühesten Räume im Mainstream-Kino, in dem gender-nonkonformes Auftreten nicht Bedrohung, sondern Einladung zum Feiern war. In Washington kündigten queere Bars anlässlich seines Todes Tribute-Abende an, die zugleich der kürzlich verstorbenen Dolly Parton gedenken sollen.
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