The Stud verliert kurz vor einem wichtigen Event den Zugriff auf ihren Instagram-Kanal – ausgelöst durch böswillige Meldungen wegen angeblichen Menschenhandels.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
The Stud, San Franciscos älteste Gay-Bar, war vergangenes Wochenende auf Instagram nicht erreichbar. Der Grund: mehrere böswillige Meldungen, die dem Kanal mit über 30.000 Followern fälschlich vorwarfen, Menschenhandel zu bewerben. Instagram sperrte den Account daraufhin – ausgerechnet kurz vor der Dore Alley, einem der wichtigsten Termine im Kalender der Bar.
Für die Betreiber kam die Sperre zur Unzeit. Mitinhaberin Honey Mahogany erklärte, die Bar arbeite mit wechselnden Promotern zusammen und sei für die Bewerbung ihrer Veranstaltungen fast vollständig auf Instagram angewiesen. Ausgerechnet an einem umsatzstarken Wochenende ohne diesen Kanal dazustehen, nannte sie schlicht verheerend. Erst am Samstagabend gegen 19 Uhr war der Account wieder erreichbar. Betroffen war in denselben Tagen auch der Instagram-Auftritt von San Franciscos Leather- und LGBTQ-Kulturbezirk.
Was die Meldungen ausgelöst hatte, ließ sich im Nachhinein rekonstruieren: Mitinhaber Albee sagte der San Francisco Chronicle, einer der beanstandeten Beiträge sei über ein Jahr alt gewesen und habe für eine Trans-Party geworben. Er forderte von Meta ein Moderationssystem, das nicht auf Kosten von Minderheiten funktioniert.
Der Fall reiht sich in ein wiederkehrendes Muster ein: Nutzer melden Beiträge queerer Orte gezielt und in Serie, um über automatisierte Moderationswerkzeuge kurzfristige Sperren zu erzwingen. Für kleine, auf soziale Medien angewiesene Betriebe wie The Stud kann das schon eine einzige verlorene Werbewoche wirtschaftlich schmerzhaft machen.
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