Der offen schwule Vorsitzende der London Assembly will den geplanten Bruch seiner Partei mit der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht mittragen. Er tritt aus den Tories aus.
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Andrew Boff verlässt nach 53 Jahren die britischen Konservativen. Der offen schwule Vorsitzende der London Assembly, des Parlaments von Groß-London, will den geplanten Bruch seiner Partei mit der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht mittragen.
Auslöser ist der Streit über den europäischen Menschenrechtsschutz. Boff wollte erneut für die Tory-Nominierung zur Londoner Bürgermeisterwahl antreten. Der Kurs von Parteichefin Kemi Badenoch verlangt von Kandidatinnen und Kandidaten jedoch, einen Austritt aus der Konvention zu unterstützen. Boff hält daran fest, dass seine konservativen Grundsätze mit diesem Schutz zusammengehören. Für den Verbleib in einer Partei wolle er sie nicht aufgeben, erklärte er.
Der Austritt kostet die Konservativen ein Mandat in ihrer Fraktion, Boff behält seinen Sitz. Die Londoner Tory-Chefin Susan Hall würdigte seine Arbeit, bekräftigte aber den Austrittskurs. Die Rücktrittsforderung ihrer Stellvertreterin Emma Best war nach dem Bericht nicht die offizielle Position der Fraktion.
Boff gehört dem Parlament von Groß-London seit 2008 an. Von 1990 bis 1992 leitete er den Bezirksrat von Hillingdon. Neben dem Vorsitz arbeitet er in mehreren Ausschüssen, darunter für Wohnen und Gesundheit. Schon früher hatte er sich öffentlich gegen Angriffe auf queere Menschen gestellt und den Umgang führender Konservativer mit LGBTIQ+-Menschen kritisiert. Damals betonte er auch, wie wichtig die Menschenrechtskonvention für Schwulenrechte ist.
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