Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat eine neue Stelle für queere Themen besetzt. Kjell Seeger soll queere Anliegen in der Verwaltung verankern und die Community vernetzen. Die Amtszeit des Berliner Landes-Queerbeauftragten endet am 29. Oktober.
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Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat eine neu geschaffene Stelle für queere Themen besetzt. Kjell Seeger arbeitet seit Kurzem als „Queer-Beauftragte Person“ im Bezirksamt, wie dieses am Mittwoch mitteilte. Die Stelle soll queere Anliegen stärker in der Verwaltung verankern und die Community im Bezirk unterstützen.
Zuvor koordinierte Seeger das Bildungsprojekt queer@school des Jugendnetzwerks Lambda Berlin-Brandenburg. Ziel sei es, queere Themen „sichtbar, sicher und nachhaltig“ in verschiedene Lebensbereiche zu bringen. Zunächst gehe es um Vernetzung. „Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung“, sagte Seeger.
Die Verwaltung bekommt damit eine feste Ansprechperson für queere Träger und Initiativen. Geplant sind eine regelmäßige Vernetzungsrunde im Bezirksamt mit queeren Trägern und für das kommende Jahr ein Fachtag zur Gewaltprävention.
Als große Herausforderung nennt Seeger die zunehmende Queerfeindlichkeit. Im Bezirk würden viele solcher Vorfälle gemeldet, zugleich fehle es queeren Projekten an Geld und Räumen. „Es brennt an vielen Ecken“, sagte Seeger. Gerade Geld und Räume entscheiden darüber, ob queere Beratung, Treffpunkte und Präventionsarbeit im Bezirk bestehen bleiben. Die eigene Stelle sei dabei „nur ein kleines Puzzleteil“.
Auf Landesebene endet unterdessen eine Amtszeit: Die des Berliner Landes-Queerbeauftragten Alfonso Pantisano läuft am 29. Oktober mit der konstituierenden Sitzung des neuen Abgeordnetenhauses aus. Der SPD-Politiker war nur für eine Legislaturperiode benannt worden.
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