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Bot-Kampagne stützt Trumps Plan für ein Trans-Waffenregister

Bot-Kampagne stützt Trumps Plan für ein Trans-Waffenregister

Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration

Bei einer neuen ATF-Regel zur Erfassung trans Waffenkäufer:innen kippte die öffentliche Zustimmung binnen 72 Stunden von 5 auf 54 Prozent. Eine Analyse fand Tausende computergenerierte Kommentare mit identischem Muster.

Die US-Waffenbehörde ATF plant, dass trans Personen beim Kauf einer Schusswaffe ihr bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht angeben müssen – selbst wenn es nicht mit ihrem aktuellen Ausweis übereinstimmt. Faktisch entstünde damit ein Register, das trans Waffenbesitzer:innen anhand ihrer Formulare identifizierbar macht.

Die Regel wurde am 15. Mai 2026 vorgestellt; die Behörde bat die Öffentlichkeit über ein Regierungsportal um Stellungnahmen. Wochenlang blieb die Zustimmung gering: Bis zum 20. Juli befürworteten nur 5,1 Prozent der eingereichten Kommentare den Vorschlag. Dann kippte das Bild abrupt. Innerhalb von 72 Stunden nach dem 21. Juli stieg die Zustimmungsrate auf 54 Prozent.

Der auf Desinformation spezialisierten Redaktion Assigned Media fiel das auf. Sie ließ die IT-Sicherheitsexpertin Kate Gray die Kommentare analysieren, die per Mustererkennung 2.072 Beiträge fand, die exakt demselben Bauplan folgten: eine Zustimmungsformel wie „Ich unterstütze…“, gefolgt von Adjektiven wie „vernünftig“ und einem Synonym für die Regel, teils ergänzt um einen Schlusssatz. Auffällig war die statistische Gleichförmigkeit – identische Zeichensetzung, keine überflüssigen Leerzeichen, dieselben Formulierungen bis zu 150 Mal wiederholt. Ohne sich eindeutig zuordnen zu lassen, wiesen zehn weitere Kommentare ähnliche Muster auf.

Gray bezeichnete es als statistisch unmöglich, dass ein solches Muster auf natürlichem Weg entsteht. Erin Palette, Koordinatorin der Schießsport-Organisation Pink Pistols, die sich für das Recht queerer Menschen auf Waffenbesitz einsetzt, kommentierte knapp, das Ergebnis sei offensichtlich manipuliert. Wer hinter der Kommentarflut steckt, ist bislang nicht geklärt; die ATF hat sich zu den Vorwürfen öffentlich nicht geäußert.

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